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Album der Woche KW 5: MTV Unplugged – Max Raabe & Palast Orchester

© Gregor Hohenberg

Möglicherweise von der Erkenntnis seines Klassikers „Küssen kann man nicht alleine“ geleitet, hat sich Max Raabe bei diesem Album nicht allein mit dem Palast Orchester auf die Bühne gestellt, sondern noch weitere Künstler aus der Popszene eingeladen und hat mit ihnen gemeinsame Sache gemacht. An seiner Seite singen unter andrem LEA, Namika, Samy Deluxe, Herbert Grönemeyer und Lordi. Dadurch wird den Eigen- sowie Fremdkompositionen auf dem Album ein neues Flair eingehaucht. Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne willkommen zu heißen, die man nicht automatisch mit ihm in Verbindung bringen würde, war letztendlich auch der ausschlaggebende Reiz ein MTV unplugged Album aufzunehmen, so Raabe.

Mit Witz, Charme und Ironie transportiert Max Raabe seit je her die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts in unsere heutige Zeit. Umso passender, dass er jetzt zu Beginn der neuen 20er Jahre sein MTV unplugged Album herausgebracht hat. Aufgenommen wurde das 30 Lieder starke Album an nur zwei Tagen in Clärchens Ballhaus in Berlin. Ohne Elektronik – in gewohnter MTV unplugged Manier – das heißt in intimer Club-Konzert-Atmosphäre. Daher erstaunt es nicht, dass die Lieder sehr authentisch klingen und natürlich durch Max Stimme einen unglaublichen Wiedererkennungswert haben.

Wer auf Lieder steht, die keck und amüsant über den Alltag und die Liebe philosophieren, dem beschwert das Album ganz gewiss einen Ohrenschmauß auf stilvolle und charmante 20er Jahre Art.

Autorin: Marika Cordes