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Album der Woche KW 37: Motorpsycho – The All Is One

Dass nach fast 30 Jahren und Veröffentlichungen im zweistelligen Bereich die Luft noch lange nicht raus ist, zeigen Motorpsycho mit ihrem neuen Album The All Is One. Eigentlich sollte es bereits Anfang des Jahres erscheinen, wurde dann aber verschoben. Das Warten hat sich definitiv gelohnt. Typisch für Motorpsycho werden verschiedene Stile kombiniert. Raus gekommen ist ein einzigartiges Stück Musik, das immer wieder in wechselnde musikalische Richtungen abdriftet, sodass es auf keinen Fall langweilig wird. Mal laut, mal leise, mal altbekannt, mal völlig neu. An manchen Stellen muss mensch das Album auf jeden Fall genau oder mehrmals anhören, um alle versteckten Nuancen herauszuhören. Wer das Album in seiner Ganzheit genießen möchte, muss auf jeden Fall Zeit und Aufmerksamkeit mitbringen, sonst kann schnell was entgehen.

Klar eignet es sich auch zum Nebenbei-hören, aber zu seiner ganzen Größe wächst es erst, wenn mensch sich die Zeit nimmt, genau hinzuhören. Die Vielfältigkeit der Songs ist immer wieder überraschend und du weißt nie genau, was als Nächstes kommt. Auf den relativ klassischen Song The Magpie folgt einer der ruhigeren Songs Delusion (The Reign of Humbug) und dieser Wechsel trifft. Das kann das Hörerlebnis schon mal ausbremsen, aber mensch hat genug Zeit, sich an diesen Wechsel zu gewöhnen und nach mehrmaligem Auflegen auf den Plattenspieler, weißt du, was dich erwartet und du kannst dich tiefer in die unterschiedlichen Facetten reinhören.

Autorin: Lea Maria Kiehlmeier