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Album der Woche KW43: School of X- Dancing through the void

Das AdW kommt diese Woche aus Dänemark. Im September hat School of X sein neues Album „Dancing through the void“ released, das sich Miriam genauer angehört hat.

Bild: School of X

Der dänische multi-Instrumentalist Rasmus Littauer wuchs in einer sehr musikalischen Familie auf. Sein Vater war Gitarrenbauer und Songwriter und seine Mutter spielte alle Instumente der nordischen Volksmusik.  So ist es nicht verwunderlich, dass für ihn schon mit 5 Jahren glasklar war, dass außer der Musik für ihn nichts in Frage kommt. 2017 hat er dann seine erste Single “Faded. Dream.” released und heute tourt er durch die ganze Welt. Gerade in Dänemark ist Littauer einer der erfolgreichsten Tourneen- Acts.

Schaut man sich die Songs inhaltlich an, lässt sich definitiv sagen, dass sie etwas hergeben. In “heart turned cold” geht es darum zu realisieren, dass man benutzt und verletzt wurde und trotzdem nicht gehen kann. Das Lied erzeugt auch so ein Gefühl der unwohlen Leere in mir. Abgesehen von ein, zwei Liedern, die ein bisschen trauriger klingen, strotzt das Album aber von Selbstvertrauen. Littauer sagt: “Dancing Through the Void ist eine Ode an das Leben und daran, genau so zu sein, wie man ist, unabhängig von dem Lärm, der einen umgibt.” Unter den elf Songs des Albums steckt auch einer, der wohl besonders persönlich ist. “If you’re ever gonna be like me” schreibt School of X an dem Tag, an dem er erfährt, dass er Vater wird. Er verspricht seinem Sohn, immer da zu sein. An der Stelle kann ich nicht leugnen, dass ich nicht das ein oder andere Mal Gänsehaut gekriegt hätte oder die ein oder andere Träne runtergekullert wäre. Das Album hat auf jeden Fall Potential dazu, zum Nachdenken anzuregen und emotionale Momente zu erzeugen. Ich persönlich mag “Dancing though the void” sehr, es gibt einem auf jeden Fall auch Mut und die Perspektive, dass auch wenn alles leer ist, man immer noch einfach durch diese Leere tanzen kann.

Sound-technisch lässt sich das Album ziemlich eindeutig dem Indie-Pop zuordnen, aber das heißt noch lange nicht, dass man nicht reinhören sollte, wenn man eher aus einem anderen Genre kommt. Ganz im Gegenteil: Ich finde es ganz grundsätzlich eine gute Idee, viel öfter mal in andere Musikrichtungen reinzuschnuppern. Littauer schafft es meiner Meinung nach auch ganz gut, unterschiedliche Geschmäcker anzusprechen und man kann sich ja auch das aus dem Album heraus pflücken, was einem besonders gut gefällt. Zeitlos ist der Sound auf jeden Fall und Hineinhören lohnt sich!

Autorin: Miriam Hofmann