Nach ihrem großen Erfolg mit Negative Spaces hat die US-amerikanische Musikerin Poppy den größten Teil des letzten Jahres auf Tour verbracht. Zeit für neue Musik hat sie sich trotzdem genommen: Ende Januar ist ihr siebtes Album Empty Hands erschienen.

Poppy ist in einigen ihrer (neueren) Fankreise auch als “Metal-Prinzessin” bekannt. Wenn man sie live erlebt, weiß man auch warum: Ihre süßen, von der japanischen Kawaii- und Lolita-Mode inspirierten Outfits trifft in ihrer Musik auf harte Beats und Gitarren, ihre zarte Sprechstimme verwandelt sich zu einem Feuerwerk der Gesangstechnik, das neben ihren charakteristischen Höhen auch rohe Screams umfasst, welche einigen Metal-Fans zufolge zu den besten der aktuellen Musiklandschaft gehören.
Dennoch hat Poppy sich nie auf das Genre festgelegt und will das Interviews zufolge auch mit Empty Hands so halten. Das Album hat sie während ihrer letzten Tour zu Negative Spaces aufgenommen. Kein Wunder, dass sie da mal selbst zu ihrer größten Inspiration geworden ist: Empty Hands ist soundlich ein ungewohnter Recap ihrer bisherigen Alben, eine Art Best of Poppy, nur halt mit komplett neuen Songs und verbesserter Technik. Da dürfte für fast alle ihrer Fans etwas dabei – vor allem für die Neuen aus der Metal-Szene. Reinhören lohnt sich also, egal ob man schon Fan ist oder sie erst kennenlernen möchte.
Apropos Tour: Auch in diesem Jahr lautet Poppys Postadresse Constantly Nowhere – so der Titel ihrer neuen Europa-Tournee, zu der sie im März aufbrechen wird. Dabei kommt sie auch wieder nach Deutschland. Wer keine Tickets mehr bekommt, hat im Herbst die nächste Gelegenheit, sie live zu sehen: Da wird sie nämlich Evanescence unterstützen.
Constantly Nowhere Tour – Termine in Deutschland
Köln: 15. März
München: 19. März
Berlin: 25. März
Frankfurt (Main): 29. März
Hamburg: 4. April
Autorin: Cassandra Haas

