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Die Frankfurter Buchmesse 2016

Vom 19. bis 23. Oktober fand die diesjährige Frankfurter Buchmesse statt. Sie ist die weltweit größte Messe ihrer Art, geradezu eine internationale Pilgerstätte für das Medium Buch. In fünf Ausstellungshallen haben sich Verleger aus der ganze Welt mit ihren Produkten vorgestellt, mit dabei auch namenhafte deutsche Zeitungen, öffentliche Rundfunkveranstalter und Bibliotheken. Über 278.000 Besucherinnen und Besucher nutzten in diesem Jahr das Angebot, unter ihnen unsere Redakteurin Anika.

Die Frankfurter Buchmesse ist, wie auch das diesjährige Thema “The Place To Be” schon vorausgeschickt hat, vor allem ein Ort, um Kontakte zu knüpfen. Verlage möchten ihre Bücher bei den Händlern unterbringen, Schriftstellerinnen und Schriftsteller versuchen hingegen, ihre Skripte einem Verlag zu verkaufen, bekannte Autoren treffen ihresgleichen bei Diskussionsrunden und Preisverleihungen und mittendrin sind zahlreiche Journalisten auf der Suche nach einer neuen literarischen Sensation à la Shades of Grey. Und jeder Aussteller versucht sein Bestes, um mit seinem Stand die Aufmerksamkeit des Publikums zu erhaschen, die Buchmesse ist vor allem bunt, überladen und jedes Buch wird bestmöglich ausgeleuchtet. Lesebegeisterten Nicht-Fachbesuchern die neuste Lektüre für einen gemütlichen Schmökerabend zu empfehlen, ist da schon beinahe zur Nebensache verkommen. Doch gerade für sie lohnte sich ein Besuch, um ihre Lieblingsautorinnen und -autoren mal persönlich zu treffen und beim Ausverkauf am Sonntag viele neue Bücher mit nach Hause zu nehmen.

Auch wenn die Papiermassen aus Büchern, Flyern und Visitenkarten sowie der anfallende Müll etwas anderes vermuten lassen, auch auf der Frankfurter Buchmesse spielte Nachhaltigkeit eine Rolle, wenn bislang auch nur eine untergeordnete. Neben klassischer Literatur und Belletristik, Kinderbüchern, Kochbüchern und Ratgebern für jede Lebenslage wurde vor allem der Wald in vielen neuen Publikationen thematisiert. Die Vertreter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sehen in der Buchmesse aber nicht nur eine Gefährdung der heimischen Wälder: “Es müssen Bücher gedruckt werden, denn sie bestehen aus minderwertigem Holz, das aus dem Wald rausgeholt werden muss, damit junge Bäume besser nachwachsen können.”

Unter den Gästen waren die Nachwuchsautorin Jenny Karpe, die ihren Roman innerhalb von drei Tagen geschrieben hat, das Autorenduo Volker Klüpfel und Michael Kobr, die ihren neuen Fall um den Kemptener Kommissar Kluftinger vorgestellt haben, der Philosoph Richard David Precht und viele mehr. Hier nur ein paar Impressionen:

Was es außer Büchern noch zu sehen gab auf der Frankfurter Buchmesse, erfahrt ihr hier.

Rubrik: Kultur

AutorIn: Anika Hirte

Veröffentlicht am: 24.10.2016