Victoria Monét ist eine von diesen Künstler:innen, von denen man zwar schon einmal was gehört hat, deren Namen man aber nicht kennt. Mit ihrem zweiten Album beschert sie Musikfans nun ein meditatives Klangerlebnis, für das sie zahlreiche Künstler:innen zusammengebracht hat.

528 Hertz. Das ist nach dem esoterischen Konzept der Solfeggio-Frequenzen die perfekte Frequenz, auch bekannt als die Frequenz der Liebe. Eine perfekte Frequenz möchte auch Victoria Monét mit ihrem neuen Album, passenderweise Frequency of Love betitelt, treffen. Dafür nimmt sie auch künstlerische Risiken inkauf.
Herausgekommen ist ein etwas spezielles, fast meditatives Album, das es trotzdem schafft, klanglich abwechslungsreich zu bleiben. Inhaltlich beschäftigt sich die Songwriterin, wie sollte es auch anders sein, mit der Liebe. Aber nicht nur mit Romantik, wie gemeinsam mit Bruno Mars in That’s Why I Love You, oder mit Sex, wie in der Single-Auskopplung Juicy. Es geht auch um das Scheitern der Liebe (und im Bett, beispielsweise in Almost), sowie um Verletzlichkeit und alte Wunden, beispielsweise in You Hurt Me Too. Am intensivsten setzt die alleinerziehende Mutter Victoria Monét sich jedoch mit der Mutterliebe zu ihrer kleinen Tochter auseinander, die sie unter anderem in You’re All I Need und For You besingt.
Musikalisch ist das Album vor allem ein Liebesbrief der Künstlerin an die Musik. Sie bringt auf dem Album zahlreiche andere Künstler:innen zusammen, darunter auch bekannte Namen wie SZA und den bereits erwähnten Bruno Mars, sowie Songwriter-Kolleg:innen und Produzent:innen aus der afroamerikanischen Community. Außerdem enthält das Album zahlreiche Hommagen an und Samples aus der Lieblingsmusik von Victoria Monét. Sie verwebt all diese Beiträge in ihren eigenen, entspannt-coolen R&B-Sound, der gut in eine richtig chillige Strandbar passen würde.
Das Ergebnis ist sicherlich kein Album für jede:n und auch nicht für jede Stimmung und Tageszeit. Auch leidet das Album beim Anhören sehr unter einer schlechteren Audioqualität: Es braucht mindestens CD-Qualität, ansonsten klingt es sehr fade. Auf Kopfhörern funktioniert es hingegen sehr gut. Insgesamt zahlen sich die künstlerischen Risiken, die Victoria Monét auf sich genommen hat, jedoch aus.

