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Serien-Review Legion – Was ist schon real?

Eine Serie, die 2017 wohl unterhalb des Radars vieler Serien-Fans geschwommen ist, ist Legion. Die Si-Fi-Serie, die Teil des Marvel-Universums ist, wird aktuell auf Sky ausgestrahlt und führt die verworrene Handlung der 1. Staffel weiter, in der man sich permanent frage, was nun real ist und was nicht. Bevor wir in die 2. Staffel eintauchen, erstmal ein kurzer Rückblick über die Geschehnisse rund um David Haller, gespielt durch Dan Stevens. Der Protagonist hat diverse Probleme. Drogensucht und paranoide Schizophrenie sind nur zwei davon. Er leidet unter Wahnvorstellungen und ist deshalb in einer Einrichtung untergebracht. Sein Alltag ist durch die Abläufe in der Klinik strukturiert und immer mit dabei ist sein Kumpel Lenny, gespielt von Aubrey Plaza, die manch einer vielleicht noch aus Parks and Recreation kennt. Davids Welt wird noch mehr auf den Kopf gestellt, als eine neue Patientin im Krankenhaus auftaucht. Syd, gespielt von Rachel Keller, möchte nicht von anderen Menschen angefasst werden, baut aber nichtsdestotrotz eine Liebesbeziehung mit David auf. Im ersten Moment klingt die Geschichte nach dem Klischee Mädchen triff Junge, Junge trifft Mädchen. Legion beeindruckt jedoch auch durch Visuelles und Auditives. Die Kulissen lassen sich durch ihre Farben und Formen nicht ganz klar zeitlich verorten und auch die Musik macht eine Einsortierung schwierig, aber genau diese Verwirrung und die Frage: Was ist real?  macht Legion zu einer der spannensten Serien. Ich wurde zusätzlich überrascht, da ich nicht wusste, dass es sich bei der Serie um eine Comic-Adaption aus dem Marvel-Universum handelt und die Serie selbst versteckt das in den ersten Folgen sehr geschickt. Umso überraschender war für mich die Enthüllung, dass Syd deswegen keine anderen Menschen anfassen möchte, da sie dann mit ihnen die Körper tauscht. Des passiert aber David und Syd bei einem Abschiedskuss, als sie die Klinik verlassen darf. Nun ist es jedoch David, der im Körper von Syd Clockwork Psychiatric Hospital verlässt. An dieser Stelle tritt die Division 3 auf den Plan, die David unter allen Umständen in die Finger bekommen möchte. Es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, währenddessen David erfährt, dass er gar nicht psychisch krank, sondern ein Mutant ist. Wer sich mit den Hintergründen der Serie beschäftigt, findet schnell heraus, dass David der Sohn des bekannten Charles Xavier aus der X-Men Reihe ist. Nun hat sich ein Parasit, ein anderen Mutant, in Davids Geist eingeschlichen, der für die Wahnvorstellungen verantwortlich ist. Mithilfe anderen Mutanten versucht David nun den Schattenkönig, der ebenfalls ein mächtiger Mutant ist, loszuwerden und sich auch noch die Division 3 vom Hals zu halten. Die Liebesbeziehung zu Syd, die David nicht berühren kann, sorgt ebenfalls für Probleme.

Legion ist eine Serie, die sowohl durch ihren Look, als auch ihre Musik und die fesselnde Geschichte.

Text: Lea Maria Kiehlmeier

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