Album der Woche

Album der Woche KW 44: Allie Neumann – ROQUESTAR

Ihr Lieblingsessen ist Tofu-Curry – und davon bekommt sie einfach nie genug. Selbst unterwegs nimmt sie es sich extra mit. Sie ist eine Künstlerin mit Ecken und Kanten, und ihr neues Album klingt gleichzeitig futuristisch und zeitlos. 

Bild: Tom Blanc

Roquestar ist das mittlerweile dritte Album von Allie Neumann.  Nach dem ersten Album madonna whore komplex., dass Themen wie Sexismus, Identität, Integrität behandelt und dem zweiten Album primetime- ein musikalischer Blockbuster – mit ihr selbst in der Hauptrolle ist die Sängerin des Titelsongs  Die drei !!! wieder im Studio gewesen. Musikalisch lässt sich ihre Musik dem Indiepop zuordnen . Etwas Neues im Vergleich zu den vergangenen Alben ist, dass Allie Neumann versucht hat, futuristische Klänge zu erzeugen. Elektronische Sounds, sphärische Synthesizer und die Bearbeitung ihrer Stimme verleihen den Songs einen modernen, beinahe außerirdischen Charakter. Trotz dieser futuristischen Ästhetik wirken die Stücke nie kühl, sondern bleiben eingängig und zeitlos.

Genau diese Klänge passen auch zu dem Cover des Albums, auf dem Allie Neumann mit silbernen Bodypaint in einer Wüstenlandschaft aus Schrott sitzt wie ein Alien, der gerade auf der Erde gelandet ist. Oder auch das O im Albumtitel „Roquestar”, das ein Alien-Gesicht abbildet. Genau dieser Titel „Roquestar“ beschreibt auch die Haltung, die Allie Neuman in dem Album porträtiert. Gleich im ersten Song „Ich kann gar nichts“ beantwortet Neumann Zum Beispiel die Frage „Was willst du werden?”“ mit einem augenzwinkernden „Weiß nicht, vielleicht Rockstar.“ Zwischen Selbstironie und Selbstbewusstsein zieht sich diese Attitüde durch das gesamte Album.Inhaltlich steckt „Roquestar“ voller kleiner Empowerment-Momente.zum beispiel fordert der Song, „Schattenboxer“ fordert dazu auf, weniger streng mit sich selbst zu sein, „Joker“ handelt davon, People-Pleasing hinter sich zu lassen, und „Nie wieder“ erzählt davon, sich in Beziehungen nicht selbst zu verlieren. 

Damit ist dies ein Indiepop-Album mit futuristischem Sound, starken Texten und vielen kleinen Empowerment-Momenten das sich insbesondere an FLINTA*-Personen richten. 

Autorin: Philippa Petersen



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