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Album der Woche KW46: As December Falls – Everything’s on Fire but I’m Fine

“Join the Club” als drittes Studioalbum bedeutete für die Band ja quasi den letzten Schritt zum Durchbruch. Besonders für eine Independent Band ist Platz 11 in den Album Charts ganz schön bemerkenswert. Wie knüpft das neue Album jetzt an?

Bild: asdecemberfalls.com

Nach dem Gewinn des “UK Breakthrough Awards” bei den “Heavy Music Awards 2023” hatte die Band “As December Falls” mit ihrem Album “Join The Club” fast die Top 10 der Album Charts erreichen können. Im August lieferten sie nun mit “Everything’s on Fire but I’m Fine” das nächste Album. Das hat es sogar auf Platz 8 geschafft und ist damit aktuell das erfolgreichste Album der Band.

Ich war am Anfang ehrlicherweise etwas skeptisch. Die ersten Single Veröffentlichungen klangen für mich etwas, wie schon mal da gewesen. Aber da hat sich meine Meinung mittlerweile geändert. Die Band hat hier gezeigt, dass sie einen eigenen Stil gefunden haben. Sowohl musikalisch als auch inhaltlich.

Musikalisch orientiert sich das ganze an dem Pop-Punk der 2000er – mich erinnert das etwas leicht an Avril Lavigne. Dennoch ist auch etwas Metal Einfluss aus den 2010ern und 20ern zu herauszuhören. Dazu kommt, dass die Band inhaltlich Themen wie Mental Health und Zweifel aufgreifen, was sehr vielen Millennials und GenZler vertraut vorkommen könnte.

Daran knüpft der Titel des Albums auch ganz gut an. Alles um uns herum scheint den Bach runter zu gehen, aber man versucht trotzdem irgendwie den Kopf oben zu halten. Das erinnert ein bisschen an das Meme mit dem Hund, der im brennenden Haus sitzt und mit der Tagline “this is fine” seinen Kaffee trinkt.

Damit ist dieses Album aus meiner Sicht auch unglaublich zeitgemäß. Besonders auf den titelgebend Song bezogen gefällt mir auch das Ende. Bethany – die Sängerin der Band – singt hier, dass es ihr ja eigentlich gut ginge, obwohl alles etwas nicht so toll läuft. Der Song endet dann damit, dass sie sich versucht einzureden, dass es ihr gut geht, indem sie immer wieder “I’m fine” wiederholt. Bis zum Ende, in dem sie einknickt und zugibt, dass sie eben doch nicht “fine” ist.  Musikalisch ist das auch sehr interessant umgesetzt. Der Song klingt eigentlich sehr fröhlich, beschäftigt sich aber doch mit einer sehr ernsthaften und düsteren Thematik. 

Genau das hat auch schon “Join the Club” sehr spannend gemacht. “Everything’s on Fire but I’m Fine” wirkt deswegen wie eine Weiterentwicklung des Stils und ist in nahezu jeder Stimmungslage passend. Es ist sowohl melancholisch, als auch aufputschend, aber auch irgendwie etwas ruhig und gefühlvoll – an anderen Stellen aber auch wieder etwas aggressiver. 

As December Falls ist also im Mainstream angekommen – und das völlig zu Recht. “Everything’s on Fire but I’m Fine” ist ein Album-Highlight dieses Jahr, das sich alle Fans von Pop-Punk oder Indie-Rock definitiv geben müssen. Ansonsten kann ich den Song “Fall Apart” empfehlen. Der hat mich am Ende sehr unerwartet zum Lachen gebracht.

Autor: Moritz Meckl

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