Album der Woche funklust web

Album der Woche KW 17: From Ashes to New – Reflections

Nach dem Blackout kommt die Reflektion über alles, was dazu geführt hat. Warum die Aussage zum neuen Album “Reflections” von From Ashes to New passt und wie es sich einordnet, erfahrt ihr hier.

Bild: fromashestonew.com

Nachdem Blackout für From Ashes to New den endgültigen Durchbruch bedeutet hatte, startete die Band 2023 direkt an der Arbeit fürs nächste Album. Bereits 2024 stand dann ein erstes Demotape mit 16 neuen Songs. Das haben sie dann aber quasi komplett verworfen. Matt Brandyberry, Rapper der Band, meinte dazu, dass sie sich mit diesem Album weiterentwickeln wollten. Sie hätten eine Idee gehabt und haben krankhaft versucht, diese Idee zu erfüllen. Dadurch hätten sie sich in eine Box gesperrt gefühlt und haben versucht aus diesem Schema auszubrechen. Daher sind 10 neue Songs entstanden, die sich jetzt auf Reflections wiederfinden.

Matt beschrieb das recht passend: Dieses Gefühl, in einer Art quälenden Zwischenphase festzustecken. Du kannst fast etwas Besseres vor dir sehen, aber da ist immer etwas, das dich wieder runterzieht. Und diese Wut und Verzweiflung darüber hört man auf jeden Fall raus.

Genau dieser Struggle passt thematisch auch sehr gut zum Album. “Reflections” wirkt erneut reifer und erwachsener als “Blackout” und “Panic”. Allen voran klingt das Album aber auch nicht mehr nach einer Linkin Park Kopie. Das war zwar nie schlecht, besonders in der Zeit, in der Linkin Park nicht aktiv war, jedoch hatte From Ashes to New so nie ganz ein Alleinstellungsmerkmal. Mit “Reflections” haben sie das auf jeden Fall geändert. Es gibt noch nicht mal einzelne Songs, die hier hervorgehoben werden können, um das zu verdeutlichen. Jeder einzelne Song klingt nach From Ashes to New und eben nicht so, als könnte Linkin Park das auch machen. 

“Reflections” ist somit ein sehr gelungenes Album. Die großen Fußstapfen, die “Blackout” hinterlassen hat, sind auf jeden Fall gefüllt worden. Das Album bietet auch unglaublich viel. Emotionale Balladen, Hardcore Banger und sogar Easter Eggs für Gamer. Der Song “Drag Me” nutzt nämlich als Basis den “Doomslayer” Soundtrack aus dem Videospiel “Doom”.

Der quasi Neustart hat sich somit auf jeden Fall gelohnt. Es ist nicht nur ein sau starkes Album entstanden, die Charts unterstützen das auch. Direkt zum Release ist “Reflections” in den US-Rock-Charts auf Platz eins gelandet. Ob zurecht oder nicht, entscheidet ihr aber am besten für euch selbst.

Autor: Moritz Meckl

Datenschutz

Wir verwenden Cookies um technische Einstellungen, die du vorgenommen hast zu speichern.