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Christian Steiffen “Gott of Schlager” auf der Kulturinsel Wöhrmühle

Disco-Outfits, Schnauzbärte und der “Gott of Schlager”: Christian Steiffen brachte trotz Starkregens und eines vorzeitig beendeten Konzerts Partystimmung auf die Wöhrmühle.

funklust e.V.

Wo der „Gott of Schlager“ auftaucht, ist Party angesagt

Wer die Festivalwiese an der Wöhrmühle betrat, erkannte sofort die eingefleischten Christian-Steiffen-Fans. Ganze Freundesgruppen erschienen in einheitlichen Kostümen: Die einen trugen glitzernde Disco-Outfits, andere angeklebte Schnauzbärte und Perücken, ganz im Stil der Kunstfigur Christian Steiffen. Die Vorfreude auf Hardy Schwetter, der sich selbst als “Gott of Schlager” ernannt hat, war deutlich spürbar. Seit Jahren begeistert Steiffen mit einer Mischung aus Schlager und Disco und seinem selbstironischen Humor.

Bevor der Künstler die Bühne betrat, sorgte die junge Band The Livelines noch bei Sonnenschein bereits für gute Atmosphäre und stimmte das Publikum auf den Abend ein. Nach einem kurzen Umbau, währenddessen sich der Bereich vor der Bühne immer weiter füllte, ging es bei inzwischen bedecktem Himmel los. Mit den Lyrics „Das Warten hat ein Ende. Endlich bin ich da“ eröffnete Steiffen seinen Auftritt und stieg direkt mit dem passenden Song „Wie gut, dass ich hier bin“ ein. Dies war eine naheliegende Songauswahl, deren Botschaft das Publikum sofort aufgriff, da vom ersten Moment an laut mitgesungen wurde.

Ohne große Verschnaufpause folgte mit „Hier ist die Party“ gleich der nächste Stimmungsgarant, bei dem mittlerweile auch die letzten Konzertbesucher zu tanzen begannen. Während die ersten Regentropfen fielen, hielt Steiffen die Energie hoch und verzichtete auf längere Moderationen. Stattdessen reihten sich Hits wie „Ich hab’ die ganze Nacht von mir geträumt“ und „Verliebt, verlobt, verheiratet, vertan“ nahtlos aneinander.

Doch der Regen wurde immer stärker. Kurz bevor das Konzert schließlich unterbrochen werden musste, spielte Steiffen mit „Eine Flasche Bier“ noch einen seiner bekanntesten Mitsing-Hits, der vielen auch aus dem letzten Eberhofer-Krimi bekannt sein dürfte. Mit der Leichtigkeit seines Textes und der eingängigen Melodie wirkte dieser Song als Abschluss beinahe passend und entließ das Publikum trotz der aufziehenden Gewitterstimmung mit einem Lächeln.

Dann betrat der Veranstalter die Bühne und verkündete die Nachricht, die niemand hören wollte: Aufgrund von Starkregen sowie Gewitter- und Blitzgefahr musste das Gelände aus Sicherheitsgründen sofort geräumt werden. Die Enttäuschung im Publikum war deutlich spürbar. Trotz des mittlerweile heftigen Regens riefen viele Fans laut den Namen des Sängers und hofften auf eine Fortsetzung. Der Veranstalter machte jedoch klar, dass die Sicherheit aller Besucher Vorrang habe.

Christian Steiffen verabschiedete sich auf seine ganz eigene Art. Als Zeichen seiner Verbundenheit mit den Fans riss er sich sein Hemd auf und warf es ins Publikum. Anschließend ging er noch bis an die erste Reihe hinaus in den Regen und machte dort gemeinsam mit den Fans ein Erinnerungsfoto.

Natürlich bleibt ein bitterer Beigeschmack: Nach nur rund einer halben Stunde war der Abend wetterbedingt bereits vorbei. Dadurch blieb dem Publikum auch Steiffens wohl bekanntester Hit „Ich fühl’ mich Disco“ verwehrt. Dennoch gelang es ihm in dieser kurzen Zeit, die Stimmung hochzuhalten und seinen Fans trotz der widrigen Bedingungen einen unterhaltsamen Konzertabend zu bereiten. Bleibt nur zu hoffen, dass der „Gott of Schlager“ bald nach Erlangen zurückkehrt, dann bestenfalls bei strahlendem Sonnenschein. Denn eines ist sicher: Wo Steiffen ist, da ist Party.

Autorin: Sonja Halupka

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