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Album der Woch KW32: Motionless in White – Decades

Eine der erfolgreichsten Metalcore Bands der letzten Jahre beehrt uns mit einem neuen Album. Motionless in White veröffentlichte vor knapp drei Wochen ihr neues Album Decades. Setzt die Band ihren Aufschwung fort?

Bild: motionlessinwhite.net

Decades ist sowohl ein Rückblick auf alte Zeiten, als auch ein Einblick in die Zukunft der Band. Der Titel bezieht sich darauf, dass Motionless sich 2005 gegründet hat und damit über 20 Jahre alt ist. Mit dem Album möchte man dementsprechend diese Zeit auch feiern und Danke an alle Fans sagen. Das Album klingt auch ein bisschen wie ein Best of Sound der letzten 7 Jahre oder wie eine Fortsetzung von Scoring the End of the World, gemischt mit neuen Highlights. Das mag jetzt erstmal wie ein klassisches neues Album wirken, aber Decades ist trotzdem was besonderes. Im Grundton klingt es sehr ähnlich wie das letzte Album, ist aber im Kern doch anders und bringt neue Elemente hinzu.

Die Titel log_in//crash_out und R.I.P. erinnern an </code> oder Eternally Yours – entweder vom Titel her oder inhaltlich. Ansonsten gibt es auch die gewohnte Power, ein bisschen Epicness und Metalcore-Banger wechseln sich mit Metalcore-Balladen ab. Was hinzukommt ist ein kleiner Electro-Einfluss. Der Song Bloodrave hat zum Beispiel ein paar Dubstep-Passagen. Sunglasses at Night ist eine tolle Neuinterpretation vom Klassiker von Corey Hart. Genau diese Mischung ist auch das Highlight von Decades. Ein bisschen Altbekanntes und ein bisschen Neues.

Zwei Highlights muss ich dennoch hervorheben. Zum einen eben den erwähnten Song Bloodrave. Der enthält zusätzlich nämlich noch ein Feature mit Dark Divine und lässt deshalb zwei Stile aufeinander treffen, die kaum besser zusammenpassen können. Warum die beiden Bands erst jetzt zusammenarbeiten, bleibt ein Rätsel, aber hoffentlich kommt da noch mehr. Zum anderen ist da der Song All That I’ve Ever Known. Ich hab wirklich lange nach Song Empfehlungen gesucht, weil es keinen gibt, der krass hervorsticht. Das gesamte Album ist einfach sehr gut. Fast jeder Song hat es in meine Playlists geschafft. Aber All That I’ve Ever Known hat irgendwie nochmal nen sehr nicen Vibe. Der Build Up am Anfang, die Drums und die Power in dem Song gefallen mir einfach sehr gut.

Ich stehe hier auch nicht alleine mit meiner Meinung. Direkt in der ersten Woche sind 5 Songs aus dem Album in den Billboard-Rock-Charts unter den ersten 10 gelandet. 12 sogar unter den ersten 20. Das Album selbst hat es in den Top-200 auf Platz-15 geschafft, was für ein Metalcore Album mehr als beachtlich ist.

Autor: Moritz Meckl

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