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Album der Woche KW 41: Enter Shikari – The Spark

Das fünfte Studioalbum The Spark erschien am 22. September. Es ist das bisher poppigste Album der Band aus Großbritannien. An ihm schneiden sich die Geister der Kritiker. Die einen finden es gut und loben die Entwicklung, sowohl musikalisch als auch auf den Text bezogen. Die anderen finden es entweder beganglos oder schlecht. Aber wagen wir doch einen nähren Blick.

Auffällig ist zunächst, dass The Spark ohne Interludes, also The Spark Albumcover Enter Shikariinstrumentelle Zwischenspiele auskommt. In den vorherigen Alben trennten sie die verschiedenen Titel voneinander. Jetzt also keine Interludes, sondern eine relativ klare Struktur, in der sich energiegeladene Tracks mit ruhigeren abwechseln. Dieser Aufbau lässt dem Höhrer Zeit zum Atmen und ankommen. Außerdem profitieren die Texte von den Stücken, in denen sich die Musik zurückzieht und Raum für Rou Reynolds Stimme und die Botschaft in ihnen lässt. Es geht um aktuelle politische Ereignisse und Debatten, die Musikindustrie und Depressionen und diese Art der Thematiken brauchen Platz, um zu wirken. Genau dieser Platz wird ihnen eingeräumt.

Die beiden bisher erschienen Singles Live Outside und Rabble Rouser zeigen eher die energiegeladene Seite des Albums. Airfield, An Ode to Lost Jigsaw Pieces und The Embers stehen für nachdenkliche, dennoch kraftvolle und musikalisch vielfältige Songs, in denen die Band zeigen kann, was in ihnen steckt und Sänger Rou Reynolds immer mehr neue Facetten aus seiner Stimme herausholt.

Enter Shikari haben mit ihrer Musik schon immer Nischenpublikum bedient. Durch ihre Mischung aus Techno, Hardcore, Rock und Pop eckten sie an, sorgten für Gänsehautfeeling und eine dennoch relativ große Fanbase. Obwohl The Spark seichter, um nicht zu sagen erwachsener, ist als alle Alben vorher, tun sie genau das, was sie immer gemacht haben. Sie verbinden scheinbar unvereinbare Elemente zu einer Mischung mit Wiedererkennungswert und gerade mit dem aktuellen Album polarisieren sie erneut die Kritiker und die Fans.

Text: Lea Kiehlmeier