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Album der Woche KW 31: Lou Rhodes – Theyesandeye

2016-08_AdW_Lou_RhodesVon Lou Rhodes kommt das aktuelle Album der Woche. Die Lamb-Sängerin ist wieder auf Solopfaden unterwegs und beglückt uns mit dem Album „Theyesandeye“, das am 22. Juli erschien. Mit ihrem vierten Album zeigt sie, dass sie ihre Fähigkeiten als Songwriterin stetig ausbaut.

Das Album vereint unaufdringliche Liebeslieder, die fast schüchtern starten und sich mit viel Hall, Glöckchen und mehrstimmigem Gesang öffnen, wie „All I Need“. Bereits der Eröffnungstrack „All The Birds“ entführt in eine geistige Urlaubslandschaft, gefüllt mit Möwengesang, Windspielen und Sommerwiesen. Alle Songs scheinen leicht verwaschen, flimmernd und nicht ganz greifbar. So wie das Albumcover, das Lou wie eine Elfe in einem sommerlichen Wald zeigt. Die Songs bleiben kurz, sind im Schnitt knapp drei Minuten lang und verfliegen zum Teil so schnell wie eine warme Sommerbrise.

Ein Genre für das Album auszumachen, wäre zu viel verlangt. Singer-Songwriter klingt darin an genauso wie Klavier, Harfe und zurückhaltende Streicher. Ein bisschen Vintage durfte auch nicht fehlen. Lou Rhodes selbst sagt:

I had a bunch of songs, but I wasn’t sure which way to go with them. I had a gut feeling I wanted to experiment with a slightly psychedelic feel and, by chance, met up with Simon Byrt (the album’s co-producer) in a friend’s studio. It turned out that he has a strange passion for vintage spring and tape echoes and, before long, we’d decided to make a record together.

Aufgenommen hat sie das Album in Simons Studio in Wiltshire. Außen umgeben von Feldern und Wiesen und innen ausgerüstet mit alten Mischpulten, Vintage-Mikrofonen, Bandmaschinen und Hall-Geräten.

Bleibt noch die Frage nach dem Albumtitel. Auf ihrer Website schreibt Lou:

I’ve had a lifetime of being consumed by a kind of self-doubt and so, recently, I’ve been concentrating on keeping a positive frame of mind. Affirmation, I guess you’d call it. One day I was looking online at some art pieces a friend had mentioned and one painting was entitled ‘theeyestheysee’. My eyes saw “theyesandeye” and it seemed to echo my new credo, a new default setting, and I decided it summed up the album pretty well.

Wie gut das passt, könnt ihr hier hören.